MEDIATION & KONFLIKTLÖSUNG
Mag. Christoph Salzer-Pfiel

Was ist Mediation?

 Mediation kommt aus dem Lateinischen und bedeutet Vermittlung. Mediation ist ein strukturiertes und freiwilliges Verfahren zur Beilegung eines Konfliktes. Unabhängige, neutrale und „allparteiliche“ Dritte - die Mediatoren - begleiten die Konfliktparteien in ihrem Lösungsprozess und vermitteln zwischen den Parteien. Die Konfliktparteien - die Medianden - versuchen dabei, zu einer gemeinsamen Vereinbarung zu gelangen, die ihren Bedürfnissen und Interessen entspricht.

 Wichtige Grundpfeiler der Mediation sind die Freiwilligkeit und die Eigenverantwortlichkeit der Konfliktparteien: Der Mediator ist verantwortlich für den Prozess, die Konfliktparteien sind verantwortlich für den Inhalt. Mediation basiert auf der Überzeugung, dass Menschen die Fähigkeit besitzen, die Konflikte, die sie miteinander haben, selbst zu lösen, ohne dass ein Gericht eingeschaltet werden muss. Der Mediator oder die Mediatorin oder auch ein Mediatorenteam in Co-Mediation unterstützen die Konfliktparteien mit ihrer Erfahrung in der Lösungsfindung und strukturieren den Gesprächsverlauf.

Das Ziel der Mediation ist die einvernehmliche, außergerichtliche Lösung eines Konfliktes, welche mit einer - falls von den Konfliktparteien gewünscht -  verbindlichen Vereinbarung der Teilnehmer abschließt. Die Frage der Schuld und des juristischen Anspruches steht bei einer Mediation, im Gegensatz zum Gerichtsverfahren, nicht im Vordergrund. Im Rahmen einer Mediation können sich alle Konfliktparteien im Sinne eines Win-Win-Ergebnisses mit Lösungen einverstanden erklären. Diese können auch individuell und kreativ sein, etwas, was vor Gericht nicht möglich ist.